Mission: Zimsterne, Glühwein und Sonnenbrand

Es ist irgendwann im November 2015….

Es ist Herbst in Berlin und die Tage werden kürzer. Und die wärmenden Sonnenstrahlen schwinden immer mehr.

Teneriffa.  Ja genau. Teneriffa.

Teneriffa-4740

Es wird Zeit für einen Kurztrip in die Sonne. Nicht zu teuer soll es sein. Und warm. Und Dank einer großen Internet-Suchmaschine stoße ich schnell auf die kleine Ferieninsel vor der Haustür Europas die aber eigentlich schon zum afrikanischen Kontinent gehört. Also Afrika und Sonne, das muss ja funktionieren. Und da ich nicht der einzige Sonnenhungrige bin, wird Adrienn mitkommen auf den größten Vulkan der kanarischen Inseln.

Also los geht’s. Aber erst einmal mit den Vorbereitungen. Auf eine Pauschalreise aus dem Katalog haben wir keine Lust. Ich will selbst bestimmen was ich wann und wo mache.  Und auch selbst dafür verantwortlich sein, wenn mal etwas in die Hose geht.

Für 10 Tage geht’s in der Adventszeit in die Sonne. Zimtsterne, Lebkuchen und Glühwein mit Sonnenbrand. Wir starten mit der Flugsuche. Dazu gibt es ja unendliche viele Seiten im Internet und spezialisierte Suchmaschinen für Flüge und Hotels ebenso. Wir entscheiden uns für einen Flug mit Air Berlin über den Anbieter fluege.de.

Ich bin ja nun schon häufiger geflogen, aber auf der Webseite von fluege.de benötigt man viel Zeit um die Werbung und Zusatzoptionen weg zu klicken. Früher nannte man so etwas Kaffeefahrten auf denen Heizdecken und Kaffeemaschinen verkauft wurden. Heute gibt es hier Versicherungen für ein paar Euro. Allerdings steht dann hier im Kleingedruckten,  dass es sich um einen monatlichen Beitrag handelt mit einer Vertragsdauer von mehreren Monaten oder Jahren.

Akribisch klicken wir alle „Angebote“ aus unserer Buchung heraus. Weiter geht’s. Die Zahlungsoptionen. Ich find es immer wieder faszinierend das eine Buchung zusätzliche Gebühren verursacht. Für eine Abbuchung per Lastschrift sind das schon mal 30€. Mit einer Visa Karte zahlen wir „nur“ 7€.

So, der Flug ist gebucht. Und die Bestätigung lässt auch nicht lange aufbricht warten. Aber was ist das! Freie Gepäckstücke: 0!!! Ohhh…. Wir loggen uns auf der Webseite von Air Berlin ein um dort nachzusehen. Und es stimmt: nur Handgepäck ist erlaubt. Verdammt! Haben wir da etwa doch zuviel weggeklickt? Oder wir buchen einfach noch Gepäckstücke hinzu. Naja…. Das wird ja so teuer nicht sein. Irrtum!!! 90,-€ pro Gepäckstück und pro Flug. Das sind pro Person 180,-€ extra für die Hin- und Rückreise! Nee! Da bleibt dann wohl der Gepäckraum im Flieger leer. Aber wieviel Handgepäck darf mit? Die Airline gibt Auskunft: 55x40x20. Also sind das schon ca 40l. Je nachdem wie man packt. Ich hab ja auch drei Wochen im Himalaja mit 50l keine Probleme gehabt. Und da war noch ein dicker Schlafsack für Minusgrade dabei, denn im Himalaja ging es in eisige Höhen. Es wird also ein kleines Abenteuer das ganze Zeug in einen kleinen Koffer oder Rucksack zu bekommen. Leider ist mein Trekking-Rucksack mit ca 50l größer als das angegebene Freigepäck. Aber Amazon hat eine eigene Kategorie für Handgepäck sortiert nach Airlines. Erstaunlich, dass durch die Abzocke der Airlines ganz neue Bereiche für den Handel entstehen. Ja, so ist das im Kapitalismus….

PS: Den kleinen Handgepäck-Rucksack habe ich übrigens nicht bei Amazon gekauft, sondern im Berliner Einzelhandel.

Wohnungssuche

Weitaus aufwendiger als die Suche nach einem Flug gestaltet sich die Suche nach einer Unterkunft. Wir gehen auf Wohnungssuche. Das Internet bietet uns da ja auch einige Auswahlmöglichkeiten: Hotels über booking.com zum Beispiel. Bei der Hotelsuche landen wir ziemlich schnell bei den unzähligen riesengroßen Bettenburgen, die seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden sind. Müssen wir uns dem Massentourismus hingeben? Bitte nicht! Gerade auf Teneriffa gibt es aber auch unzählige kleine Ferienwohnungen und „Rural Hotels“ wie die kleinen Hotels in alten Häusern aus der Kolonialzeit heißen.

Wir beschließen an zwei verschiedenen Orten unterzukommen. Der Südwesten ist zugebaut mit großen Hotelanlagen. Wir durchforsten Anbieter wie booking.com, airbnb.com, Ferienwohnungen.de und Tripadvisor.com. Ein weiteres wichtiges „Werkzeug“ bei der Suche ist Google-Streetview! Sobald wir eine schöne Wohnung oder Hotel gefunden haben welches uns gefällt, schauen wir bei Google-Streetview wie es in der Umgebung aussieht. Und sehr häufig werden wir dann enttäuscht: mal ist eine Autobahn vor der Tür oder die lokale Vergnügungsmeile findet direkt unter unseren Zimmern statt.

Nach einiger Zeit werden wir aber bei Tripadvisor.com fündig: für die ersten 5 Tage werden wir in dem kleinen Städtchen Garachico im Norden der Insel wohnen. Später geht es dann in den Osten in die Nähe von Arafo.

Jetzt kann es losgehen.