Rauf auf den Vulkan!



Teneriffa-5457
10.12.2015
Heute ist früh aufstehen angesagt. Wir wollen den Teide besteigen. Der Teide ist der höchste Berg Spaniens und 3717m hoch. Der Teide ist auch gleichzeitig ein Vulkan und aus jedem Ort Teneriffas zu sehen. Der Vulkan überragt alles. Um kurz nach 7 fahren wir los zur Montana Blanca. Das ist ein kleiner Parkplatz im Teide Nationalpark am Fuß des Vulkans. Der Parkplatz liegt bereits auf 2200m. Unsere Fahrt dorthin führt fast 1,5 Stunden über Serpentinen, durch kleine Städte und Dörfer. Es geht  durch Wälder und Lavafelder.

Gegen 9 Uhr marschieren wir vom Parkplatz los. Es geht durch eine Mondlandschaft auf einem Schotterweg bergan. Die Sonne scheint prächtig und wärmt uns ein wenig, denn hier oben sind es nur noch wenige Grad über Null. In der Landschaft liegen riesige schwarze Lava-Bomben. Nach einiger Zeit geht es über steile Serpentinen und auf felsigem Weg bergauf. Der Weg ist sehr anstrengend und die immer dünner werdende Luft zwingt uns immer wieder zu kürzen Pausen um nach Luft zu schnappen. Wir haben eine tolle Aussicht auf die Mondlandschaft unter uns. Und ab und zu können wir die Städte an der Küste sehen. Nach etwa 3 Stunden erreichen wir die Hütte „Refugio Altavista“ auf ca 3200m. Zeit für eine Pause.

Anschließend geht es wieder steil durch Lavafelder bergan. Wir können den Gipfel des Vulkans schon sehen. Er ist nicht mehr weit entfernt und nach etwa einer Stunde erreichen wir die Gipfelstation der Teide-Seilbahn auf etwa 3500m. Ja, es führt auch eine Seilbahn auf den Vulkan. Aber es ist doch ein besonderes Erlebnis sich die Aussicht von hier oben zu Fuß zu verdienen. Und ganz nebenbei laufen wir auch durch, im wahrsten Sinne des Wortes, atemberaubende Landschaften.

Der Weg von der Seilbahn zum Gipfel ist nur für wenige Menschen freigegeben. Wir haben uns einige Tage vorher eine Erlaubnis besorgt und dürfen nun durch die Absperrung die letzten 200m Höhenunterschied in Angriff nehmen. Wir brauchen etwa eine halbe Stunde, denn die dünne Luft macht das felsige Treppensteigen extrem schwer. Der Puls rennt und unsere Füße schleichen. Der Atem ist schwer. Die Beine auch.

Oben! Endlich!

Aus dem Krater steigen Schwefeldämpfe empor und aus kleinen Löchern dampft  uns heiße Luft entgegen. Einige Steine sind kalt, andere Felsen wiederum sind warm. Wir können direkt am Kraterrand entlang klettern und die fabelhafte Aussicht auf die Insel genießen.  Für den Abstieg nutzen wir allerdings doch die Seilbahn und nach wenigen Minuten sind wir 1300m tiefer an der Basis-Station.

Nach diesem anstrengenden Tag haben wir uns abends eine große Fischplatte verdient.