Die Camping-Bude und der Sternenhimmel

Teneriffa-5483

11.12.2015

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Heute verlassen wir das schöne Städtchen Garachico. Wir fahren nach einem ausgiebigen Frühstücks auf die Ostseite der Insel in ein kleines Dorf in der Nähe von Arafo. Dort werden wir schon freundlich von unserem Gastgeber Santiago begrüßt. Er zeigt uns unser Appartement und wir sind überrascht enttäuscht. Unser Appartement besteht aus einem großen Wohnzimmer. Die Einrichtung scheint vom gerade ausgezogenen Nachwuchs zu stammen und Einiges wurde wohl über die letzten Jahre aus der Ramschecke des nächsten Möbeldiscounters erstanden. Das Schlafzimmer ist ein Anbau an das Wohnzimmer mit einem einfachen Bett, welches bei der kleinsten Bewegung mit Knarzen und Quietschen antwortet. Das Badezimmer ist ein Raum im Raum: im Schlafzimmer ist mit dünnen Wänden und Schiebetür eine Nasszelle abgetrennt. Unsere Küche wiederum ist ein überdachter Bereich auf der riesengroßen Terrasse. Ausgestattet ist sie mit einem Campingkocher und Plastik-Schränken, die man doch eigentlich eher auf dem Campingplatz vermutet, als in einer Ferienwohnung.

Wir stellen unser Gepäck ab und machen uns mit dem Auto auf den Weg um die Gegend zu erkunden. Auf unserer Karte ist ein paar Kilometer südlich ein Strand verzeichnet. Dort wollen wir ein wenig Sonne tanken und das Wasser genießen. Dann mal los!

Unser Weg führt uns durch ein großes Gewerbegebiet. Überall stehen große Hallen und Lkws mit Containern. Aber an der Küste liegt ein kleines Dörfchen aus ein paar Häusern. Die Straßen sind allerdings ziemlich ausgestorben, aber den Strand finden wir trotzdem. Es ist ein kleiner schwarzer Sandstrand mit etwas Brandung. Na dann mal ab ins Wasser. Puuuhhhh! Das Wasser ist sehr sehr erfrischend. So kühl hatten wir es nicht erwartet. Aber wir schwimmen trotzdem ein wenig in den Wellen. Als etwas Wind aufzieht verziehen wir uns auch wieder vom Strand. Da wir für den Abend eine „Sternen-Tour“ auf dem Teide gebucht haben wollen wir uns jetzt eine Tapas-Bar suchen und einen Snack und einen Kaffee genießen. Das gestaltet sich schwieriger als wir gedacht hatten. Dieser Teil Teneriffas ist nicht sehr touristisch erschlossen und so fahren wir durch die Stadtzentren von Güimar und Arafo. Erst nach mehr als einer Stunde finden wir eine geöffnete Bar. Wir sind in einem Inselteil zwischen Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie im Süden der Hauptstadt Santa Cruz.

Nach der Stärkung geht es wieder zur Seilbahnstation am Teide. Dazu fahren wir 1,5 Stunden NUR über Serpentinen durch Wald und Mondlandschaft. Aber wir werden belohnt. Unterhalb des Teide-Gipfels stehen bereits zwei aufgebaute große Teleskope bereit mit denen wir die Plejaden und den Andromeda-Nebel betrachten können. Da unser spanisch an den entscheidenden Stellen ein paar Lücken aufweist (also so ziemlich alles zwischen Tapas und Bar) sind wir froh, dass der Sternen-Experte von einem Dolmetscher auch ins deutsche übersetzt wird. Faszinierend ist auch die Erläuterung verschiedener Sternenbilder. Unser Sternen-Guide nutzt dazu einen Laserpointer mit dem er wie mit einem Laserschwert auf einzelne Sterne zeigen oder Sternenbilder nachzeichnen kann. WOW! Wir sind beeindruckt.