Zur Abkühlung in die Cameron Highlands



27.6.2017

Heute morgen heißt es früh aufstehen. Um 8.30Uhr fährt mein Bus vom Busbahnhof in die Cameron Highlands. Der Busbahnhof ist gigantisch und die Abwicklung verläuft wie am Flughafen. Es gibt Gates und separate Warteräume.

Meinen Bus hab ich ziemlich schnell gefunden und die Fahrt geht später durch prächtiges grün. Auf beiden Seiten der Autobahn ist entweder Wald oder es stehen große Palmenplantagen. Nach etwa zwei Stunden machen wir eine Rast. Hier gibt es leckeres Naan-Brot ganz frisch vor meinen Augen zubereitet.

Ab jetzt geht es nur noch über Serpentinen in die Berge hinauf. Überall ist es grün. Soweit das Auge blicken kann, gibt es nur grün zu sehen. Riesige Bäume, Palmen, Bananen und dazwischen immer wieder Moose und riesige Farne, die so groß wie Bäume sind.

Mein Hostel hab ich nach der Ankunft in den Camron Highlands schnell gefunden. Die Highlands liegen auf etwa 1500m Höhe und deshalb ist es hier merklich kühler als die letzten Tage. Da der Nachmittag gerade erst angebrochen ist, möchte ich noch eine kleine Wanderung unternehmen. Der Versuch in der kleinen Stadt Tana Ratah eine Wanderkarte der Umgebung zu bekommen ist schon ziemlich schwierig. Da zur Zeit überall Ferien aufgrund des Ramadan sind, sind so ziemlich überall die Wanderkarten ausverkauft. Ich bekomme schließlich doch noch Eine in einem Hotel. Die Karte ist allerdings noch einfacher gestaltet als die Darstellung in meinem Reiseführer. Wohl auch deshalb verlaufe ich mich bereits am Ortsausgang und der Iman der dortigen Moschee zeigt mir den richtigen Weg.

Der Weg führt an einem Bach vorbei in den Wald. Dort erwartet mich ein kleiner Wasserfall. Überall ist es grün und vor allem ist es viel Kühler als in den Städten der letzten Tage. Ab und zu führt eine Hängebrücke über den Bach. Die Bäume sind riesig und mit Moos bewachsen. Auf den Ästen wachsen wiederum kleine Blumen und andere Pflanzen. Ein Teil des Rückweges führt mich durch eine Erdbeerplantage. Es ist ziemlich interessant wie die Erdbeeren hier angebaut werden. Die Pflanzen sind in drei oder vier Ebenen in einem Gerüst verpflanzt und das Ganze ist überdacht. So bekommt man ein vielfaches an Pflanzen auf die gleiche Fläche.

In einem kleinen Park mitten im Wald treffe ich auf eine große Gruppe Jugendlicher, die merkwürdige Laute von sich geben. Ich erfahre, dass es sich um buddhistische Schüler handelt, die gerade Atemübungen lernen. Äußerst interessant.

Den Rest des Nachmittags verbringe ich in der Stadt Tana Ratah, die eigentlich nur aus einer Strasse mit Shops und Restaurants besteht und trinke Massala Tee und lerne Lisa und Roland vom Bodensee kennen.