Myanmar (Tag 1&2): Auf geht’s ins goldene Land – und alle verstehen nur Bahnhof

Sule-PagodeLos geht’s!

Der 1. Tag beginnt früh morgens. Um kurz nach 6 fährt die S-Bahn in Richtung Flughafen Tegel. Es ist schon interessant wer sich an diesem Feiertag um diese Uhrzeit in der Bahn „herumtreibt“: einige haben die Nacht durchgefeiert, andere scheinen auf dem Weg zur Arbeit. Ziemlich interessant sind auch die unterschiedlichen Schnarch- äh Schlafpositionen: Kopf an der Scheibe, gebückt oder man meint der Kopf fällt über den Nacken am Rücken herunter. Sieht man sonst die Bahnfahrer mit Zeitung oder Buch dominiert heute Morgen Smartphone und Kaffee.

Der Check-In am Automaten funktioniert reibungslos. Ebenso wie die Gepäckabgabe. Ich habe ganze 12,3kg „Fracht“ dabei und noch ein bisschen im Handgepäck.

Wir starten mit 1,5 Stunden Verspätung, da an unserem Zwischenstopp in Amsterdam Dichter neben das Wetter beherrscht. Dem Captain scheint auch schon so langweilig zu sein, dass er sich unter die wartenden Reisenden mischt  und ein bisschen über’s Wetter plaudert. Aber um 10:50Uhr geht’s dann endlich los!

In Amsterdam steigen wir um in einen Flieger der China Southern Airways mit dem nächsten Zwischenziel Guangzhou. Gleich nach dem Start bekommen wir unser Abendessen. Wir fliegen also nachmittags um 14 Uhr wieder über Berlin und essen zu Abend. China is Crazy.

Tag 2

Das Entertainment Programm an Board lockt mit vielen Spielen und Videos. Auch einige deutsche Filme sind dabei. Aber der Sound ist mehr als schlecht! Ich entdecke beim stöbern Videos zu den Flugzielen der Airline. Frankfurt ist auch dabei. Das Video über FRANKFURT beginnt mit dem Brandenburger Tor und immer wieder ist die Berliner S-Bahn zu sehen. Auch die Nordsee gehört natürlich zu Frankfurt am Main. Zumindest für chinesische Verhältnisse. China is Crazy.

Als wir in Yangon ankommen ist es ca 10Uhr morgens. Und der Wettergott schlägt uns mit einem Wasserhammer direkt ins Gesicht: es ist dermaßen schwülheiß!!!! Nach kurzer Zeit haben wir auch ein Taxi gefunden. Gibt ja genügend am Flughafen. Unser Taxifahrer kennt zwar unser Hotel nicht, aber er war scheinbar schon mal in Yangon. Beste Voraussetzungen würde ich sagen! Und irgendwie finden wir dann auch gemeinsam unser Hotel.

Auf geht’s! Yangon erkunden! Wir machen uns zu Fuß auf den Weg. Unser Ziel ist die Central Railway Station in der Altstadt. Wir haben nur ein Problem: jeden, den wir nach dem Weg fragen kann uns den Weg nicht zeigen. Man versteht uns nicht, denn alle die wir ansprechen verstehen kein Englisch. Selbst Sicherheitskräfte verstehen bei unserer Frage nur Bahnhof.  Also machen wir uns alleine auf die Suche. Und kommen auch an.

Unsere erste Tour durch die Stadt führt uns an unzähligen Märkten und noch unzähligeren Street-Food-Ständen vorbei. Das Leben spielt sich auf der Strasse ab: Märkte, Fussball, Essen. Die meisten Häußer sind in einem schlechten Zustand und vom Zerfall geprägt. Den Abend lassen wir am Fluss Ayewardy ausklingen bei einem Myanmar-Bier und  Chicken in Lemon-Sauce.