Madagaskar Tag 3: Endlich Madagaskar!

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Ausblick auf ein Footballfeld und ein leckeres Frühstück lassen meinen Tag in Nairobi beginnen. Ob ich heute in Antananarivo ankommen werde? Mein Taxifahrer zum Flughafen fährt ein japanisches Auto mit einem chinesischen Navigationssystem. Aber auch die Karte zeigt nicht Nairobi oder Kenya an. Aber er kennt scheinbar den Weg.

Bereits einige Kilometer vor dem Airport ist der erste Security Checkpoint. Ich muss aussteigen und mein Gepäck röntgen lassen,  auch ich muss durch den Scanner. Es piept. Und ich werde durchgewunken. Der nächste Scanner wartet am Eingang des Airports auf mich.  Dann geht’s direkt zum Schalter von Kenya Airways. Ein Tatort der ARD ist nicht so spannend wie die freudige Erwartung auf ein Flugticket. Die Suche im Computersystem der Airline dauert unwahrscheinlich lange. Und dann spuckt der Drucker ein Ticket für mich aus! Yeeaaahhhh! Alles wird gut! Jetzt muss ich nur noch in Antananarivo ein Taxi zum Hotel bekommen. Meine zwei arrangierten Fahrten sind ja nun hinfällig. Und dem Hotel noch eine Mail senden um mich abzuholen? Nein, das geht ja nicht: ich bin ja offline. Aber erst geht es durch den nächsten Security Checkpoint. Überall das gleiche Thema: den Rucksack scannen lassen und selbst in den Körperscanner. Ohne Schuhe, Gürtel, Handy und mit entleerten Hosentaschen. Und es piept. Was? Ich hab doch alles…  Die Dame am Scanner zeigt auf meine Rechte Hosentasche. Ich greife hinein. Nein, das hat der Scanner nicht wirklich erkannt? Ich ziehe mein benutztes Taschentuch aus der Tasche und sie sagt:“that’s it!“ und ich bin beeindruckt von dieser Maschine! Am Gate treffe ich dann Christopher wieder. Er hat hier übernachtet und auf einer Bank geschlafen.

Heute morgen ist gar nicht viel los auf dem Flughafen.

Wir warten am Gate 23 auf unseren Flug. Gerade als die Crew das Boarding vorbereitet hören wir eine Lautsprecherdurchsage. Das neue Gate hat die Nummer 13. Und wir sehen eine schulterzuckende Crew, die sich dann auch auf den Weg zum neuen Gate macht. Und die Abflug Tafeln überall zeigen weiterhin das Gate 23 an. Naja, Hauptsache mein Flieger fliegt nach Madagaskar.

Das Flugzeug ist auch bis auf den letzten Sitzplatz belegt. Na wenn ich da nicht mal Glück hatte noch einen Platz zu bekommen! Kurz nach dem Start sehen wir auf der rechten Seite zwei riesige Berge aus dem weißen Wolkenmeer herausragen: der Kilimandscharo und ein weiterer Berg. Beeindruckend. Auf den Kilimandscharo muss ich auch mal rauf. Die Aussicht scheint der Hammer zu sein.

Nach etwa 4 Stunden sind wir über Madagaskar. Unter uns leuchtet rot das Land,  blau das Wasser des Meeres und grün die Wälder. Der Pilot dreht noch eine extra Runde über der Stadt Antananarivo und setzt zur Landung an.

Im Airport erwartet uns in der Ankunftshalle das übliche Prozedere: ein mehrseitiges Formular zur Ankunft und zum Aufenthalt muss ausgefüllt werden. Dieses mal drei auf DIN A7 verkleinerte DIN A4 Seiten: neben dem Namen, dem Aufenthaltsort im Land, Beruf und Krankengeschichte geht es in einigen Ländern auch direkt um Vorstrafen.

Nach einer Zeit ist dann auch das Visum abgestempelt und das Gepäck organisiert. Ich sehe in der Ankunftshalle jemanden mit einem Schild, mit dem Namen der Tour und wohl einer Mitreisenden: Kathleen aus Neuseeland . Schnell ist geklärt,  das ich zum Hotel mitfahren kann. Christopher’s Hostel ist in der Nähe und wir laden ihn auch gleich ein.

Es geht zum Hotel. Über eine Stunde fahren wir durch überfüllte kleine Straßen vorbei an kleinen Läden Märkten und Werkstätten. Dieses Bild kenne ich aus Afrika. Die Straßen sind auch deshalb so überfüllt weil am nächsten Tag der Unabhängigkeitstag ist. Christopher’s Hostel ist nur 200m von meinem Hotel entfernt.

Im Hotel treffen Kat (Kathleen) und ich den Rest unserer Gruppe: Claudia aus den USA und Norbert aus Australien. Und unseren Guide Fuarisco. Wir sind nur 5 Personen und da ist unser Guide bereits mitgezählt. Mit so einer kleinen Gruppe hatte ich nicht gerechnet. Nach einem kurzen Briefing über die Tour geht’s dann erstmal zum Essen nach nebenan ins Restaurant und bei einem kalten Getränk werden die erlebten Touren ausgetauscht.

Aber gegen 21Uhr verabschiede ich mich ins Bett. Schlaf nachholen.