Madagaskar Tag 2: Jetzt geht’s richtig los! Der 2.Versuch…



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Es ist kurz vor 6 Uhr und mein Taxi steht vor der Tür. Das klappt schon mal.  Ich zeige dem Taxifahrer meinen Gutschein für die Taxifahrt und das nimmt er gleich zum Anlass mit mir noch eine Sightseeing-Tour durch Berlin zu machen. Kurz vor 7Uhr bin ich dann ganz entspannt wieder am Flughafen Tegel und Reihe mich in die Schlange am check in-Schalter ein. Ich komme ins Gespräch mit Christopher, der hinter mir mit seinem Rucksack steht und wir stellen fest,  dass wir das gleiche Reiseziel haben: Madagaskar. Christopher besucht dort eine Freundin.

In unserer Warteschlange geht es auch nicht wirklich vorwärts.  Es gibt scheinbar wieder einige Flugausfälle und Verspätungen. Dabei hat der Tag erst angefangen. Aber nach etwa einer Stunde Schlange stehen ist unser Gepäck abgegeben und wir gehen zum Gate.

9:20Uhr und ich sitze im Flieger. Und jetzt bin ich wirklich offline. Der zweite Versuch Madagaskar.  Naja ,  eigentlich sogar der dritte Versuch nach Madagaskar zu reisen, denn eigentlich wollte ich bereits im April nach Madagaskar fliegen, aber damals hatte ich mir beim Spielen mit meinem dreijährigen Patenkind Bastian einen Muskelfaserriss zugezogen. Das war drei Wochen bevor es losging. Ich hätte nicht gedacht, dass sich so etwas so lange hinziehen kann bis es verheilt ist.

Aber jetzt geht es wirklich nach Madagaskar. Bei der Zwischenlandung in Amsterdam ist genügend Zeit um den Anschluss-Flug zu erreichen. Dafür starten wir etwa 30min später. Und da ich in Nairobi nur 50min bis zum Abflug nach Antananarivo, der Hauptstadt von Madagaskar, habe sind es dann nur noch 20min. Oh oh. Das wird knapp. Aber die Cabin-Crew meines Fluges zwischen Amsterdam und Nairobi informiert mich zwischendurch, dass der Pilot auf mich warten wird.

Ich bin der erste Passagier, der aus dem Flugzeug steigt und werde schon erwartet. Jetzt heißt es laufen. Im Eiltempo geht es durch die Sicherheitskontrollen und den Körperscanner. Als ich pünktlich am Abflug-Gate ankomme läuft das Boarding bereits und ich bin schnell an der Reihe.

„sorry, your ticket has been canceled“ WAS? Ich stehe vor dem Flieger nach Antananarivo und kann nicht mitfliegen?! Diskutieren und vorzeigen meiner Papiere bringt nichts. Ich renne durch den Flughafen zum Service-Desk von  Kenya Airways, dem Partner von KLM. Ich drängel mich nach vorne und bekomme zu hören, dass mein Flug bereits morgens um 11uhr gestartet sei. Ohne mich natürlich, weil ich da wahrscheinlich gerade im Flieger über den Alpen war. Ich solle mich an KLM wenden und werde zu einem Gate geschickt, an dem KLM gerade einen Flug anfertigt. Aber hier erwartet mich nur Schulterzucken. Der Transferschalter von Kenya Airways könnte mir bestimmt weiter helfen bekomme ich zu hören. Aber dort ist niemand. Es ist mittlerweile etwa 23.30Uhr. Also zurück zum anderen Schalter von Kenya Airways. Und dann versucht man mir auch zu helfen. Nach etwa 3 Stunden habe ich zwar noch kein Ticket aber für den Rest der Nacht zumindest ein Hotelzimmer. Mein Ticket kann ich mir am nächsten Morgen am Schalter abholen. Es wird alles arrangiert. Spannend. Ich hoffe das klappt diesmal alles!

Ich bekomme also ein Visa mehr in meinem Reisepass und verbringe die Nacht im „Crown Plaza“ in Nairobi, der Hauptstadt von Kenya. Ich staune über die Sicherheitschecks auf meinem Weg dorthin. Sogar am Hotel wird mein Taxi von außen und innen,  ja sogar unter der Motorhaube und auch die Unterseite wird untersucht.