Madagaskar Tag 13: Allée des Baobabs

Madagascar_0705-14484005.07.2016

Halbzeit. Die Hälfte meiner Reise ist um. Und ich habe schon eine Menge erlebt. Tolle Menschen, atemberaubende Landschaften und viele wilde Tiere. Heute morgen geht es nach dem Frühstück wieder auf eine Wanderung in den Kirindy-Forest. Wir entdecken auch schon nach einiger Zeit eine kleine Gruppe Sifakka-Lemuren und kurze Zeit später auch schon die Nächsten. Die Gruppe ist gerade beim Frühstück hoch oben in den Bäumen. Direkt über mir ist auch ein Männchen und in dem Moment in dem ich ein Foto von seinem Hinterteil mache,  macht der kleine seine Morgentoilette. Ich kann mich gerade noch mit einem Sprung zur Seite retten. Glück gehabt. Die Lemuren springen über uns in den Bäumen herum. Das geht ganz schön auf die Nackenmuskulatur die ganze Zeit nach oben zu schauen.

Der Wald ist unheimlich dicht bewachsen aber auch zur Zeit gerade ziemlich vertrocknet. Später treffen wir auf eine große Gruppe brauner Lemuren. Die kleinen Racker stört es überhaupt nicht, dass wir in der Nähe sind und so kommen sie herunter und suchen ihr Futter auf dem Boden. Direkt neben uns und auch zwischen uns. Nur wenige Zentimeter von uns entfernt.  Aber wenn ein auffälliges knacken aus der Nähe ertönt weil jemand auf einen Ast getreten ist, sind die Tierchen mit den langen Büschen Schwänzen sofort auf einem Baum verschwunden und die kleinen Lemuren scannen die Umgebung. Ist die Luft rein,  sind sie sofort wieder bei uns. Und unserem Guide schlecken sie sogar das Wasser aus der Hand. So nah kommt man noch nicht einmal im Zoo den Tieren.

Nach dem Mittagessen geht es weiter nach Süden. Die Strasse ist erstaunlicherweise um vieles besser. Zweispurig und nur noch aus Sand. Wir machen einen kurzen Halt bei einem riesigen mehr als 1000 jährigen Baobab und bei Zwei in sich verschlungenen und wie zwei sich liebende aussehende Baobabs. Erst an der „Allee der Baobabs“ machen wir einen längeren Halt und warten auf den Sonnenuntergang. Zum Sonnenuntergang ist hier einiges los. Viele Touristen wollen mit Kamera und Stativ das schönste Foto vom Sonnenuntergang einfangen. Anschließend geht’s nach Morondava ins Hotel.