39°Grad und ein Bier auf der Helicopter-Plattform

02.07.2017

Nach dem Frühstück auf der Dachterrasse meines Hostels mache ich mich zu Fuß auf den Weg zur nächsten Bahnstation, die nur wenige Minuten entfernt ist. Von dort geht’s mit der Bahn in den Norden der Stadt zu den Batu Caves. Der Ausgang der Bahnstation mit dem gleichen Namen geht direkt in die ersten Tempelanlagen über. Die Batu Caves sind hinduistische Heiligtümer. Nachdem ich etwa 250 Stufen neben einer riesigen goldenen Statue den Fels hinauf gestiegen bin, erreiche ich die ersten riesigen Höhlen. In den Höhlen stehen wieder einige Tempel in denen verschiedenen Göttern der Hindus gehuldigt wird.

Im Anschluss mache ich eine geführte Tour und die Dark Cave. Diese Höhle wurde einige Zeit zum Abbau von Guano genutzt, also Vogelscheiße aus der Dünger hergestellt wird. Seit einiger Zeit steht die Höhle, bzw das Höhlensystem unter Naturschutz. Es geht mit Helmen und Taschenlampen in die Höhle hinein. Wir bekommen Tropfsteine zu sehen und allerhand kleines Getier wie Spinnen und  Würmer. Einiges davon ist auch ziemlich giftig wie unsere Führerin uns erzählt. Sie macht das übrigens richtig klasse, denn sie nutzt zum Erklären auch die Schatten an den Wänden die sie mit ihren Händen und Fingern zu kleinen Geschichten zusammenbaut. Und währenddessen hören wir das „Gezwitscher“ der Fledermäuse unter der Decke. Toll!

Vor der Höhle sind dutzende von Affen unterwegs. Viele Besucher bringen Ihnen Futter mit und so werden die kleinen Kletterkünstler zu einem spannenden Fotomotiv. Nach der anstrengenden Tour kaufe ich mir auf dem Markt vor den Tempeln erst einmal ein paar malaysische Süßigkeiten aus Reis, Mais oder auch Schokolade. Sie sind zwar süß, aber schmecken schon anders als bei uns in Europa. In einer anderen Höhle werden mit lebensgroßen Figuren Szenen aus der hinduistischen Mythologie erzählt. Das sieht ziemlich interessant aus mit den bunten Lichtinstallationen.

Am Nachmittag schlendere ich noch durch die Stadt und schaue mir ein paar touristische Highlights an. Aber ich verdrücke mich recht schnell in ein Kaffee um der brennenden Sonne zu entgehen. Das Thermometer zeigt 39Grad an. Zum Abendessen zieht es mich dann in die Gegend die Little India genannt wird. Hier gibt es unzählige Stoffgeschäfte und auch einen Food Court mit vielen kleinen Restaurants. Und vor der Tür spielt eine kleine Band live auf dem Bürgersteig.

Zum Sonnenuntergang fahre ich mit der Monorail-Bahn, der Einschienenbahn, ein paar Stationen weiter und genieße auf der Helicopter-Plattform eines Hochhauses ein kaltes Bier. Hier oben ist die „Heli Bar Lounge“ und am Abend wir der Landeplatz eine Etage höher auch als Bar mitgenutzt. Eine tolle Location um den Tag ausklingen zu lassen.