Vietnam Tag 11: Planet der Affen



5.Februar 2017

Heute morgen ist es etwas neblig und die Sonne will einfach nicht hinter den Wolken hervorkommen. Zum Frühstück gibt es wieder die leckere Nudelsuppe während wir langsam durch die Wasser-Landschaft schippern. Den ersten Stopp nach dem Frühstück machen wir an einer Perlenfarm.  Wir sehen wie Austern gezüchtet und die Perlen geerntet werden. Nach den Perlenfischern geht es weiter hindurch durch die Wasser-Felslandschaft und nach etwa einer Stunde legen wir an der Insel Monkey-Island an. Dort erwartet uns ein traumhafter Sandstrand und wie der Name schon sagt einige Affen. Ein steiler steiniger Pfand mit einigen Abschnitten zum Klettern führt auf einen Hügel. Da stellt sich die Frage, ob die Insel wegen der Affen Monkey-Island heißt oder weil die Touristen wie Affen auf den Felden herumklettern. Unsere englischen Trunkenbolde meinen sich mit den Affen anlegen zu müssen. Diese sind im Gegensatz zu den ständig betrunkenen Engländern aber nüchtern sind, gewinnen die Affen die Auseinandersetzung. Und von nun an humpelt nach einem Sturz auf den Felsen ein Engländer betrunken durch Vietnam. Danke, dass mir die Affen den Weg nach oben freigekämpft haben und ich genieße von oben die Aussicht auf die Bucht bei schönstem Sonnenschein.

Nach dem Mittagessen auf dem Schiff durchfahren wir ein Fischerdorf. Das Dorf ist schwimmend auf dem Wasser gebaut und die Menschen leben in kleinen Häusern auf schwimmenden Plattformen.  Das Leben hier muss trotz der wundervollen Umgebung in der Taifun-Saison sehr hart sein.

Am Nachmittag leihe ich mir gemeinsam mit zwei Südtirolern einen bzw drei Motorroller aus und wir machen uns auf eine Erkundungstour durch die Insel. Hier ist gottseidank nicht so viel Verkehr wie in den Städten. Also Moped angeworfen, Hupe ausprobieren und los geht’s.  Die Insel ist im Inneren mit tropischem Wald bedenkt. Wir fahren mitten durch einen Nationalpark. Hinter dem nächsten Hügel wachsen Nadelbäume und ein paar Minuten später haben wir wieder eine tolle Aussicht auf eine Bucht. WOW! Was für eine tolle Landschaft! Auf dem Rückweg bleibt eines unserer Mopeds liegen. Der Tank ist leer. Da die Anzeige nicht funktionierte ist uns das gar nicht aufgefallen. Wir fahren ins nächste Dorf und die Marktfrauen am Straßenrand sind darauf bereits vorbereitet: es gibt Benzin abgefüllt in 1,5l Wasserflaschen. Tanken aus der Wasserflasche. Wir fahren mit unseren Mopeds in den Sonnenuntergang hinein. Herrlich!

Am Abend geht’s mit zwei Engländerinnen in eine Bar. Es gibt eine Menge zu erzählen. Jody war ein Jahr in Australien als Krankenschwester unterwegs und ihre Freundin Jenny arbeitet als Zirkus-Artistin an vielen Orten der Welt.