Singapur > Melaka: Tropischer Regen, Indien und koreanisches Essen

25.6.2017

Heute morgen ist es draußen so richtig schwül. Als ich aus dem klimatisierten Hostel nach draußen trete, fühlt es sich an, als ob mir ein nasser Schwamm ins Gesicht geworfen wird. Gestern war ich hier in Chinatown unterwegs, heute geht es nach Little India. Little India ist ein Stadtteil Singapurs in dem viele Inder wohnen. Und ich habe auch ziemlich schnell das Gefühl in Indien zu sein. In den Geschäften gibt es ganz viel Zeug mit indischen Beschriftungen.

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Nach kurzer Zeit bin ich beim Sri Veeramakaliamman Temple. Ich lasse meine Schuhe vor dem Eingang stehen und im Inneren erwartet mich bereits indische Musik und eine Menge Menschen beim Gebet. Im vorderen Teil bei den Götterstatuen bereiten geistliche gerade eine Zeremonie vor und nach kurzer Zeit verteilen Sie etwas pulveriges an die Gläubigen. Das ist eine tolle Stimmung in diesem Tempel. Die vielen Statuen und bunten Farben und überall hängen bunte Ketten aus frischen Blumen.

Als ich den Tempel wieder verlasse, regnet es in Strömen. Das ist der klassische tropische Regen mit Blitz und Donner. Ich gönne mir im Restaurant gegenüber erstmal einen Tee.

Bis der Regen aufgehört hat besuche ich noch das Indian Heritage Center und lerne einiges über die Geschichte der indischen Bevölkerung in Singapur.

Das indische Viertel Little India ist geprägt von kleinen alten Häuschen, die bunt bemalt und mit kleinen Kunstwerken verziert sind. An jeder Ecke gibt es frisches Obst und Gemüse. Zum Mittagessen stelle ich mich einfach in die Schlange einer der Stände des „Tekker Centers“ an. Das „Tekker Center“ ist eine große Markthalle in der es in der untersten Ebene nur Streetfood Stände gibt. Ich esse einen Teller Briyani Chicken. Sehr günstig und sehr sehr lecker! Zum Nachtisch gibt es eine frische Kokosnuss.

Am Nachmittag geht es mit dem Bus weiter nach Melaka. Melaka liegt im Süden Malaysias und ist etwa vier Stunden entfernt. Die Ausreise aus Singapur und die Einreise nach Malaysia verläuft problemlos. Um 16.30Uhr bin ich in Malaysia. Die Fahrt geht für einige Stunden durch riesige Palmen-Plantagen.

Als der Bus in Melaka an der „Sentral Station“ ankommt müssen alle aussteigen. Ich sage dem Busfahrer, dass ich aber bis zum einem Hotel in der Stadt bezahlt hab. Der verdreht daraufhin die Augen und ich darf wieder einsteigen. Nach einiger Zeit weiß ich auch warum. Er muss mit dem Bus durch kleine Gassen bei total überfüllten Strassen. Und dann hält er an einer Tankstelle. Zum Tanken denke ich mir. Aber dann wird die Frontscheibe geputzt. Ich frage den Busfahrer wann es weitergeht. Der stammelt etwas von viel Verkehr und fängt an auch den Innenraum zu putzen. BITTE? Ich geh erst einmal auf die Toilette und dabei frag ich in der Schlange den Mann vor mir, wie weit es bis zu meinem Hotel ist. Ich habe zwar die Google Karten offline dabei, da ich noch keine Sim Karte für Malaysia habe und man leider in den Offline Karten nicht nach Hausnummern suchen kann. Er zeigt mir den Ort in etwa auf seinem Smartphone und ich markiere mir den Ort auf meiner Karte. Ich hole mir meinen Rucksack und los geht’s. Quer durch die Innenstadt und die Altstadt. Nach etwa 2km bin ich am Ziel. Und bis dahin haben mich einige Busse überholt. Na da wollte wohl jemand früher Feierabend machen.

Mein Guesthouse heißt „Malacca in Seoul“.und jetzt weiß ich auch warum: in den ersten zwei Etagen ist ein Koreanisches Restaurant untergebracht. Ach wie gut, dass ich einen riesigen Hunger hab.