Nepal Tag 4: Die Wanderung beginnt (Besishahar – Ngadi Bazar)

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Morgens um 6:45 klingelt der Wecker. In der Nacht hat ein Hund den Wettbewerb in Ausdauerbellen gewonnen: 2 Stunden bellt er vor unserem Fenster.
Wir starten nach dem Frühstück um ca 8Uhr. Da wir nicht die staubige Piste gehen wollen, haben wir uns für eine abseits gelegene Strecke entschieden. Ausgeschildert ist diese allerdings nicht und so müssen wir uns erstmal ein bisschen durchfragen um den richtigen Weg zu finden. „Very difficult way“ hören wir von einem Einwohner. Er ist Lehrer in Besishahar und erklärt uns trotzdem den Weg. Es geht über die erste Hängebrücke durch kleine Dörfchen. An einem Bach fragen wir nochmal nach dem Weg. Jetzt ist alles klar: wir müssen die Treppenstufen aufsteigen um in das 250m höhere Khasur zu gelangen. Jetzt wissen wir was er meinte mit „very difficult“….
Aber wir werden mit einem verträumten Dörfchen belohnt und die Aussicht ist sagenhaft. Natürlich geht’s anschließend wieder runter um dann wieder die nächsten Stufen zu erklimmen.
Gegen Mittag fängt es an zu regnen und wir suchen Schutz unter einem Vordach im Dorf „Belauti Bischauni“. Nach kurzer Zeit werden wir von den Bewohner gebeten einzutreten. Eine einfache Hütte und eine tolle Gastfreundschaft.
Im leichten Regen geht’s dann aber doch weiter: Stufen bergauf, Stufen bergab. Zwischendurch noch ein kleiner Hagelschauer.
Auf dem Weg von Bhulbhule nach Ngadi Bazar treffen wir einen „Eiermann“. Wir haben den gleichen Weg und kommen ins Gespräch. Unser „Eiermann“ hat eine eigene Lodge in Ngadi Bazar und ist auf dem Rückweg vom Eier holen. Passend: da kehren wir doch in seiner Lodge „Hotel Peace & Love“ ein. Er erzählt uns am Nachmittag noch von der neuen Straße, die eine chinesische Firma durch das Dorf baut. Deshalb ist auch alles voller Schlamm. Die Chinesen wollen einen Staudamm bauen und bereiten die Zufahrtswege dazu mit großen Baggern, die nur wenige Zentimeter von den Wohnhäuser der Einwohner ihre Baggerschaufeln in den steinigen Boden rammen. Die Begeisterung der Anwohner ist verschwindend gering. Unser „Hausherr“ empfiehlt uns für den morgigen weiteren weg einen kleinen Umweg um dem Schlamm zu entgehen, denn die Baustelle führt direkt auf dem Wanderweg entlang.
Zum Abendessen gibt es Curry mit Chapati für Marleen und ich habe die leckeren Momos mit einer grünen Chili-Sauce. Zum Nachtisch gibt es Reispudding. Sehr sehr lecker! Hinter unserem Zimmer rauscht das Wasser des Marsyangdi-Flusses….