Reise nach Jerusalem (Tag 3): Es geht heiß her in Tel Aviv

03-14103203.10.2016

Heute sitzt ein anderer Typ an der Rezeption und als ich ihm meine Rucksack-noch-nicht-da-Story erzähle, meint er dass die Auslieferung in der Regel 3-5 Tage dauert. Na das sind ja Aussichten. Ich glaube zukünftig sollte ich nur noch mit dem Handgepäck reisen. Dann geht nicht so viel verloren auf dem Weg.

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Ich habe mich nach dem Frühstück mit Rose verabredet.  Wir hatten uns am Vortag gemeinsam mit Stefan kennengelernt.  Stefan hat seine Reise aber bereits in Richtung Haifa vorgesetzt.

Ich mache mich gegen Mittag gemeinsam mit Rose auf einen Spaziergang durch den neuen Teil von Tel Aviv. Es ist eine Mischung aus Strassenzügen mit drei oder viergeschossigen Häusern. Das meiste ist ziemlich schlicht aus dem Baustoff Beton gebaut. Im Zentrum erwarten mich dann riesige Hochhäuser, die ich bereits am Vortag vom alten Teil Tel Avivs, dem Ort Jaffa, gesehen habe. Moderne Hochhäuser mit spiegelnden Glasfassaden und verspielter Architektur wechseln sich ab mit dem Bauhaus-Stil, für den Tel Aviv ziemlich bekannt ist.

Es ist ziemlich ruhig in der Stadt. Heute und morgen feiern die jüdischen Israelis das jüdische Neujahrsfest. Und da geht hier auf der Strasse fast nichts! Alle Geschäfte haben geschlossen, ja sogar der Öffentliche Nahverkehr findet nicht statt: Es fahren im gesamten Land keine Busse und selbst der Bahnverkehr ruht. Aber es gibt in diesem Land ja auch noch die arabische Bevölkerung. Und so haben dann doch ein paar Cafés und Restaurants geöffnet. Für die arabischen Taxis herrscht heute Hochbetrieb.

Der Fahrradverkehr ist in Tel Aviv ziemlich gut ausgebaut. Es gibt richtige Fahrradstrassen und an jeder Ecke kann man sich öffentliche Fahrräder mieten. Da kann sich Berlin mal eine große Scheibe abschneiden! Das funktioniert ziemlich problemlos über einen Automaten an dem man sich anmeldet und sich ein Fahrrad freischalten kann. Die ersten 30min sind sogar kostenlos.

Am Marina-Hafen lasse ich Rose dann am Strand zurück und marschiere bei 34Grad im Schatten zurück in den Ortsteil Jaffa.

Ich habe die Nachricht bekommen, dass mein Rucksack im Hostel engetroffen ist. 1,5 Tage nach mir. Und da in meinem Rucksack auch meine Laufsachen sind, schnüre ich gleich mal meine Laufschuhe und laufe noch eine schöne Runde am Strand in den Sonnenuntergang hinein. Wie tausende Andere auch. Es ist ganz schön etwas los auf der Laufstrecke am Meer. Das Thermometer zeigt auch nachdem die Sonne hinterm Horizont verschwunden ist mehr als 30° an. Ir ist ganz schön warm.

Ab morgen sind wir zu viert unterwegs. Die Schwester von Rose hat sich von einem Tag auf den Anderen ein paar Tage Urlaub genommen und ein weiterer Bekannter landet ebenfalls in Israel.