Tour Peru-Bolivien-Chile: 4 Tage Inka-Trail oder Treppensteigen in Peru



Tag 1

Früh aufstehen ist angesagt. Es geht auf den Inka-Trail und wir sollen um 06:30 Uhr abgeholt werden. Ich hatte mich am Vortag dazu entschieden meinen kleinen Tagesrucksack mit auf die Tour zu Nehmen. In diesem sind jetzt Kleidung für die nächsten 4 Tage und weitere Utensilien wie Sonnen- und Mückenschutz, Akkus für die Kamera, Müsliriegel, Waschzeug 3 Liter Wasser für den ersten Tag verstaut. Ich hätte nicht gedacht, dass das alles hinein passt! Meinen Schlafsack Binde ich an der Außenseite fest. Bleibt. Ich abzuwarten wie ich die Iso-Matte anbringe, die wir später noch bekommen.

img_5544Um 6:30uhr werden wir abgeholt und holen noch ein Brasilianisches Ehepaar an. Auf dem weg zum Strafpunkt machen wir noch einen hält in einem Dorf, damit unsere Guides und Träger noch Lebensmittel einkaufen können.

Der Trail selbst geht dann direkt mit der ersten Steigung los. Der erste Tag ist als „Easy“ eingestuft. Wir wandern erst einmal recht flach am Ufer des Urubamba entlang und sehe einige verlassene Inka-Ruinen. Eine erste größere Steigung erwartet uns direkt vor dem Mittagessen, aber oben angekommen erwartet uns eine Menü mit Suppe, Salat, Frikadellen, Kartoffeln und Reis. Sehr sehr lecker! Im anschluss gibt es noch eine Tasse Coca-Tee und dann geht’s Aug schon bald weiter. Die sehr heftige Steigung zur nächsten Inka-Ruine und dann wieder bergab. So geht es die nächsten 3Stunden weiter.

Abends campen wir am Rand eines kleines Dorfes und lassen die Eindrücke auf uns wirken: die Berge der Anden sind einfach fantastisch und eindrucksvoll.

 

25.10.2011

Tag 2

Der Tag beginnt früh. Um 5:30Uhr werden wir geweckt. Wir bekommen frischen Coca-Tee direkt ans Zelt gebracht. Das ist doch mal Luxus 😉

Wir haben ein wenig Zeit zum packen und waschen. Zum Frühstück serviert uns unser Koch frische Omletts, Brötchen mit Marmelade und natürlich Kaffe und Tee. Sehr lecker ist auch die süße wärme Hirsesuppe.

Dann gehts endlich los. Wir haben einen anstrengenden Aufstieg vor uns. Und letztes Nacht-Camp lag auf 2980m über dem Meer. Mit zwei Zwischenstopps erreichen wir nach ca 4,5 Stunden den „Abra Warmiwarnuska“-Pass in 4200m Höhe. Der weg dorthin ist steil und führt zum Großteil über große Steinstufen. Die Luft wird immer dünner, der Anstieg immer steiler und die Schritte immer kleiner. Es geht durch einen kleinen Regenwald, an kahlen Berghängen vorbei. Die Aussicht ist atemberaubend. Unsere Träger, und die der anderen Gruppen nehmen den gleichen weg wie wir. Mit dem Unterschied, dass sie erst nach uns starten, da sie der unser Camp abbauen, und vor uns wieder an unserem Zielpunkt sind um unser Camp wieder aufzubauen und das Essen vorzubereiten. Einige Träger überholen und im Laufschritt! Uns wird schwindelig was diese Menschen tragen. Sogar die 25-Liter-Gasflaschen werden auf dem Rücken, zusammen mit anderem Gepäck über den Pass getragen.

Als wir oben angekommen sind, sind wir glücklich über die sensationelle Aussicht und die Leistung die wir vollbracht haben.

Der Abstieg ist nicht sehr viel leichter. Es geht über sehr steile Treppenstufen hinab in unser Camp auf 3300m. Gegen 14Uhr gibt es endlich Lunch: wieder ein Drei-Gänge-Menü mit Suppe, Hauptspeise und Nachtisch.

Der Rest des Tages ist frei und zum ausruhen gedacht. Mal ganz abgesehen von der Teatime um 17Uhr und dem Dinner um 19 Uhr. Wir gehen erst einmal duschen. Bei kalten Wasser mit Temperaturen gerade über dem Gefrierpunkt. Unser Zeltplatz liegt übrigens in den Wolken. Wir haben einen Moment strahlenden Sonnenschein und ein paar Minuten später sind wir mitten in einer Wolke. Und dann wieder Sonnenschein.

Ausruhen ist gut. Der nächste Tag beginnt mit einem Aufstieg auf 3800m.

Tag 3

Der Tag startet wieder mit einem Coca-Tee, der uns direkt zum Zelt gebracht wird um uns zu wecken. Wir hatten am Vortag noch ein paar Shirts gewaschen und unsere Handtücher zum trocken nach draußen gehängt: alles war am morgen noch nasser als am Vortag.

Auf geht’s zur nächsten Tour, die mit „unvergesslich“ beschrieben wird. Es geht gleich mit einem Anstieg auf 3800m und direkt danach geht’s auf Treppenstufen wieder hinunter zur ersten Inka-Ruine. Vor dem Lunch führt uns unser weg durch einen traumhaften Regenwald. In der prallen Sonne machen wir uns dann auf zu unserem nächsten Pass auf 3700m. Und da wir ja von Treppen noch nicht genug haben geht’s diesmal 1000 Höhenmeter auf viel zu großen Treppenstufen bergab in unser Camp. Wir biegen aber kurz vor dem Ziel nocheinmal ab um uns noch eine weitere Anlage der Inkas anzuschauen. Es ist faszinierend was diese Menschen im Einklang mit den Bergen geschaffen haben.

 

Tag 4

Die Nacht ist kurz. Sehr kurz! Wir werden um 3:30 Uhr geweckt. Das hat mehrere Gründe. Unsere Träger müssen um 6 Uhr den Zug im Tal erwischen und wir wollen um 4:30 am Eingang zum letzten Abschnitt des Inka-Trails sein. Dieser öffnet um 5:30 Uhr aber die Schläge ist bereits sehr lang.

Der letzte Teil ist gegenüber der Abschnitte der letzten Tage ein Kinderspiel 😉 Nach etwa 60 Minuten erreichen wir das „Inti-Punku“ (Sonnentor) und damit den ersten Blick von oben herab auf Machu Picchu. Atemberaubend schön liegt diese Inka Stadt vor uns. Dafür hat es sich gelohnt den schweren weg auf sich zu nehmen. Wir genießen diesen Augenblick ausgiebig.

Unse Guide Bruno führt uns anschließend durch die Stadt und erklärt uns vieles über das Leben und die Rituale der Inkas.

Diese Stadt ist riesig im Vergleich zu den anderen Inka-Anlagen, die wir auf unserem weg entdecken konnten. Im Läufe des vormittags wird es in der Inka-Stadt immer voller, denn viele Touristen frühstücken erst ausgiebig in ihren Hotels und lassen sich anschließend mit dem Bus nach Machu Picchu bringen. Einen dieser Busse nehmen wir dann um in die Stadt unterhalb von Machu Picchu zu gelangen: zurück in die Zivilisation mit richtigem Kaffee, Internet und dem leckeren Lucuma-Joghurt.

Am Abend geht es dann mit dem Zug zurück ins Hotel nach Cusco: Duschen, rasieren und endlich wieder ein richtiges Bett.