Nepal Tag 7: Schlümpfe im Himalaya (Danakyu – Charme)



nepal-9848Zum Frühstück sitzen wir mit einer Gruppe Israelis im Gastraum. An unserem Tisch sitzt noch der Weltenbummler Nico aus Deutschland. Die Israelis haben Aufgrund ihrer Nationalflagge immer irgend etwas blaues am Rucksack, an der Kleidung oder auch die Trekkingstöcke. Wir taufen diese Gruppe, die nicht sehr freundlich mit den anderen Gästen umgehen auf die „Schlümpfe“ 😉
Heute gehen wir etwas später los, da der Tagestrip ja nicht so anstrengend wird. Der anstrengendste Teil erwartet und gleich zu Beginn: der Aufstieg nach Timang. Es geht wiedereinmal über unzählige Steinstufen steil nach oben durch einen dichten Wald. Teilweise ist der Weg abgerutscht und wir müssen ein bisschen klettern. Die „Schlümpfe“ sind übrigens 20min vor uns gestartet, aber nach 30 Minuten haben wir schon einen Teil eingeholt. Beim Aufstieg unterhalten wir uns noch mit einer anderen Gruppe Israelis.Die sind übrigens ziemlich nett. In Timang machen viele Trekker Pause nach dem anstrengenden Anstieg. Wir gehen aber weiter nach Thanchok weiter. Ein kleines Dörfchen. Wir kehren in einem Teehaus ein und essen erstmal eine Knoblauch-Suppe. Sehr sehr lecker und wieder mit ganzen Früchten 🙂 Aber Knoblauch ist ja gesund und erweitert die Gefäße, was uns weiter oben ja bestimmt helfen kann, wenn die Luft immer dünner wird.
Auf dem Weg nach Koto sehen wir das erste mal die Annapurna II. Der Gipfel ist fast 8000m hoch und ragt als Eisriese vor uns empor. Schneebedeckte Gipfel hatten wir ja schon einige gesehen, aber so ein (fast) 8000er ist schon enorm!
Unser Ziel für diesen Tag heißt Chame und liegt auf 2670m. Wir suchen uns eine schöne Unterkunft an Ende des Dorfes direkt hinter einer Hängebrücke. Jetzt ist erstmal doppelt waschen angesagt: Duschen und Wäsche waschen. Und da es jetzt auch erst 15Uhr ist, gehen wir zum Shoppen und Sightseeing noch ins Dorf. Wir treffen immer wieder, wie den ganzen Tag schon, auf Muli-Karawanen. Im Dorf gibt es eine lange Mauer mit buddhistischen Gebetsmühlen. Diese umgeht man im Uhrzeigersinn und dreht die einzelnen Gebetsrollen. Bei unserem Rundgang treffen wir wieder einige der anderen Trekker der letzten Tage. Auch die Schlümpfe schlumpfen durchs Dorf. Wie wir später feststellen müssen schlafen sie im gleichen Hotel wie wir.
Sobald die Sonne hinter den Bergen verschwindet wird es jetzt auch schon ganz schon kühl. Mal sehen wie das weiter oben so läuft. Heute Abend gibt es wieder Dhaal Bhat. Dieses mal bei Kerzenschein, da es keinen Strom gibt. Beim Abendessen unterhalten wir uns mit einem deutschen Cellisten, der seit 5 Jahren in einem Orchester in Katar arbeitet. Sehr interessant was sich die Öl-Scheichs einfallen lassen, falls doch irgendwann mal das Öl alle sein sollte.