Myanmar Tag 7: Endlich am Inle-See!

Fischer auf seinem BootUm 5:20 klingelt wieder der Wecker. Wir haben ziemlich gut geschlafen. Und die nächtlichen Aktivitäten um uns herum haben sich auch in Grenzen gehalten. Oder wir haben sie einfach verschlafen, so müde wie wir waren. Dafür merken wir beim Aufstehen jeden einzelnen Knochen und Muskel in unserem Körper. Ist das der Muskelkater? Oder liegt es an den doch ziemlich harten Schlafstätten der letzten Nächte? Zum Frühstück gibt es heute Pancakes (Pfannkuchen! Und für Berliner: Eierkuchen!) und Früchte und dazu Kekse und Kuchen. Um 6:30Uhr starten wir unsere eher kurze Tagesetappe von 14km. Unser erstes heutiges Ziel ist ein Kloster in dem manchmal auch Touristen übernachten können. Auf dem Weg durchwandern wir die taubedeckten Felder und die Täler unterhalb von uns sind mit Nebel durchzogen. Die Sonne kämpft sich langsam über die Berge empor. Wundervoll. Das Kloster liegt in einem Bambuswäldchen und einige Pilger haben hier letzte Nacht übernachtet. Unser Weg führt jetzt weiter bergauf und wir haben fantastische Ausblicke in die Täler um uns herum. An einem kleinen Laden am Wegesrand warten wir auf eine andere Gruppe um gemeinsam den letzten Abschnitt zum Inle-See zu bewältigen. Nachdem wir durch einige blühende Sesam-Felder gelaufen sind geht es durch Dichte Büsche in das Schlangengebiet. Hier soll es viele Schlangen geben. Bei uns steigt das Adrenalin. Andre schaut bei seiner Größe eher auf die möglicherweise von den Bäumen hängenden Schlangen und ich eher auf die auf dem Boden liegenden Schlangen. Unser Guide klopft mit einem Stab ständig auf den Boden um die Schlangen zu verscheuchen. Und da!!!!

Ein Regenwurm. Wir sind erleichtert, denn diese Art ist nicht giftig. Aber dort! Ein Tausendfüßler! Wir können ihm gerade noch ausweichen. Am Ende sind wir aber erleichtert doch keinen Schlangen begegnet zu sein. Unser letztes Mittagessen ist wieder super lecker und anschließend fahren wir ca 1,5 Stunden mit dem einem kleinen Langboot nach Nyaungshwe.

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Diese Fahrt ist ein weiteres Highlight an diesem Tag: zuerst geht es durch Dichte Seerosen vorbei an Tomaten-Feldern auf dem Wasser. Hier muss niemand gießen. Auf dem Inle-See  fahren wir an einigen Hotels auf dem Wasser vorbei. Unser Guide-Book erzählt uns von US$400 per Nacht für ein Zimmer. Das Ambiente ist auch von außen atemberaubend. Wir haben ein etwas günstigeres Hotel für US$25 pro Nacht. Wir haben schnell im Hotel eingecheckt und genießen erst einmal eine Dusche.

Bei unserer Erkundung durch den Ort buchen wir gleich unsere Aktivitäten für den nächsten Tag: eine Bootsfahrt auf dem See und da zurzeit das Neujahrs-Fest stattfindet gibt es Zeremonien auf dem See. Natürlich wollen wir dabei sein. Es kostet auch nur ein kleines bisschen Aufpreis. Dafür dürfen wir dann auch schon um 4:30Uhr am nächsten Morgen aufstehen. Eigentlich sollten wir auch „erst“ um 5:30Uhr Vorort sein, aber er hat nochmal mit seiner Frau „discussed“ und sie sagt: 4:30Uhr. Wer hat da die Hosen an? Unser „Verkäufer“ Moe ist übrigens richtig Klasse: Er hat einige große Karten in seinem Shop hängen und spring mit einem Zeigestock auf den Stuhl um uns zu zeigen wo es langgeht. Sehr imposant. Ich muss mich ein bisschen zurückhalten um nicht sofort loszulachen.

Wir schauen uns noch ein bisschen die Stadt an und kaufen uns noch Bananen zum Frühstück und Kaffee aus der Dose. Die Stadt ist auch nicht so groß und wir haben das Gefühl hier laufen jede Menge Touristen herum. Aber hier verläuft es sich auch nicht so wie in Yangon. Zu Abend essen wir im Green Chili Restaurant. Besser gesagt wir dinieren. Wir sind über die günstigen Preise erstaunt und der Service gleicht dem eines Sterne-Restaurants. Das Essen ist übrigens auch lecker. Ich muss unbedingt nach dem Urlaub auf Diät. Jeden Tag gibt es Reis: zum Frühstück, zum Mittag und natürlich zum Abend.