Myanmar Tag 12: Superlative! Die Größte, die Längste, die Nervigsten….

U-Bein-Brücke in MandalayHeute ist wieder einmal ausschlafen angesagt. Nach dem Frühstück in unserem Dach-Restaurant geht es als erstes nach Mingun. Hier ist neben der zweitgrößten Glocke der Welt und einer kleineren weißen Pagode die Hauptattraktion die „Bauruine“ einer Pagode, die einst die weltgrößte Pagode werden sollte. Geplant war eine Höhe von mehr als 150m. Die Ruine selbst ist allerdings auch bereits 50m hoch und fällt auseinander. Besteigen kann man die Pagode aber trotzdem. Und oben auf der Ruine weisen geschäftige Jugendliche den Weg über die teilweise etwas gefährlichen Trümmer gegen ein paar tausend Kyats. Ich schaue mir einfach an wo die Jungs entlang laufen und folge unauffällig. Die Aussicht ist prächtig. Auch die beiden riesigen Elefanten, die den Eingang in Szene setzen sollten sehen prächtig aus. Vor der Abfahrt kaufen wir noch ein paar Dosen Thanaka. Thanaka ist ein Pulver aus der Rinde des Thanaka-Baumes und dient in Myanmar als Hautpflege und Sonnenschutz zugleich. Anschließend fahren wir noch zu ein paar Pagoden auf den Hügeln von Sagaing. Hier soll es die höchste Dichte an Mönchen in Myanmar geben: ca 60000.

Zur Mittagspause liefert unser Taxifahrer uns in einem Touri-Restaurant ab. Also unser lokales Restaurant vom Vortag war um Längen besser!

Nach dem Essen setzen wir mit einer kleinen Fähre auf die Insel Inwa über. Hier werden wir von ehrgeizigen oder besser gesagt nervenden Händlern und Kutschwagen erwartet um uns die Insel zu zeigen. Für 10000Kyats. Da wir aber nicht die ganze Insel sehen wollen, sondern nur einige Ruinen in der Nähe, buchen wir keine Kutsche. Und werden trotzdem verfolgt mit immer neuen Preisangeboten. Echt nervig! Auf dem Weg zur ersten Pagode bleibt einer meiner Flipflops noch in der Matsche hängen und zerreißt. Na super.

Hinter den ersten Pagoden sehen wir die Getränke-Stände schon von weitem. Und die Händler uns ebenso: „Cold Coca Cola! You want coffee? Cold water!“ Alle Buden reißen gleich ihre Kühlboxen auf und wollen verkaufen. Auf dieser Insel ist das Wort NEIN scheinbar absolut unbekannt. Schade. Unser Tip zur Insel Inwa: auslassen! Es lohnt sich nicht! Und die Insel sollte umbenannt werden zur „Marktschreier-Insel“. Nachdem André und ich uns ein paar Ruinen angeschaut haben setzen wir recht schnell wieder über auf was Festland. Wir wollen noch nach Amarapura um den Sonnenuntergang auf der U-Bein-Brücke zu genießen. Mit einem Zwischenstopp am Schubladen. Ich brauch unbedingt neue Flip-Flops. Die U-Bein-Bridge ist eine mehr als einen Kilometer lange Holzbrücke aus dem 18.Jahrhundert. Ganz nebenbei auch die längste Holzbrücke der Welt. Wir überqueren die Brücke fast komplett um uns ein schönes Plätzchen für den Sonnenuntergang zu suchen. Auf der Brücke herrscht eine Menge Verkehr und in jede Menge Händler bieten ihre Waren an. Wir quatschen zwischendurch noch mit einigen anderen Touristen und genießen dabei den schönsten Sonnenuntergang den wir bisher in Myanmar erleben durften.

Auf dem Rückweg ins Hotel kommen wir direkt in die Mandalay-Rush-Hour. Die Straßen sind vollgestopft mit Mopeds, Autos, Bussen und LKWs. An einer Kreuzung wird auch erstmal langsam auf die Kreuzung gefahren und man erkämpft sich Zentimeter um Zentimeter mehr Platz bis man irgendwann auf der anderen Seite ist. Da es mittlerweile auch schon um kurz nach 18Uhr stockfinster ist wird es dadurch auch nicht einfacher wird im Straßenverkehr, da einige „Fahrzeuge“ überhaupt nicht beleuchtet sind.

Als wir später wieder zu Fuß in Mandalay unterwegs sind fällt uns auf, dass es ja eigentlich garkeinen Sinn macht sich öfter nach hinten umzudrehen, ob jemand kommt. Denn falls jemand kommt, wird er schon hupen um auf sich aufmerksam zu machen. So ist das eben hier in burmesischen Straßenverkehr.

Am Abend genießen wir noch ein ausgiebiges Abendessen in einem lokalen Restaurant. Die Anzahl der Beilagen ist einfach der Hammer.