Madagaskar Tag 11: Auf des Messers Schneide….

Madagascar_0703-12002503.07.2016
Heute Morgen ist es ziemlich neblig. Die Fähre über den Fluss Manambulo weckt mich mit den ersten Sonnenstrahlen. Beim Packen meines Rucksacks entdecke ich einen Haufen Ameisen in meinem Rucksack. Die kleinen Tierchen haben sich an meinem Keks-Vorrat zu schaffen gemacht. Ich versuche die Ameisen so gut wie möglich aus meinem Rucksack zu vertreiben. Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es dann aber auch für uns auf die andere Seite des Flusses. Die Fähre ist eigentlich nur eine Plattform auf schwimmenden Pontons, die mit einem einfachen Motor angetrieben wird. Auf der anderen Seite müssen wir noch einen kleinen Umweg durch Bekopaka fahren, da die sandige Hauptstraße von einem defekten Lkw versperrt ist. Weiter geht es auf der National Road Nr 8, eine Art Bundesstraße. Zumindest auf der Karte. In der Realität ist es aber nur ein Feldweg, der immer wieder über Felsen und durch Bäche führt. Um hier eine neue Straße zu bauen benötigt man eigentlich nur eine Motorsäge um eine Schneise in den Busch zu sägen. Nach etwa 1,5 Stunden erreichen wir den Start unserer heutigen Wanderung in den Tsingys. Da an einigen Stellen geklettert werden muss, bekommen wir zu Beginn einen Sicherheitsgurt angelegt. Wir wandern zuerst durch einen dichten Wald. Hier begegnen wir auch schon unseren ersten Lemuren. Erstaunlich wie unser Guide diese Tiere hoch oben in den Bäumen entdeckt. Dann der erste Kletterteil. Die Tsingys bestehen aus Kalk-Gestein mit scharfen und spitzen Kanten. Wie Messer oder Speere ragen die Felsen empor. Es ist nicht einfach sich hier festzuhalten. An vielen Stellen müssen wir uns mit unserem Sicherheitsgurt einhaken, denn unter uns geht es steil bergab und ein Sturz würde mehr als nur wehtun. Wir klettern wie auf einem riesigen Nagelbrett. Nur in größeren Dimensionen. Dann erreichen wir den ersten Aussichtspunkt. WOW! Soweit das Auge reicht diese spitzen raketenartigen Felsen. Weiter geht es über Leitern und Hängebrücken. Unser Lunchpaket verschlingen wir in einer kleinen Höhle. Am Nachmittag verlassen wir wieder diese atemberaubende Felslandschaft, die übrigens auf Teil des UNESCO Welterbes ist, und es geht auf den Rückweg zu unserem Hotel, oder eigentlich einer „permanent campsite“. Wir schlafen in kleinen Holz- bzw Strohhütten unter großen Mango- und Tamarinden-Bäumen.

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