07. Februar 20200
Auch an meinem letzten morgen in der traumhaften Villa Iglu bekomme ich ein grandioses Frühstück. Gegen 9 Uhr heißt es dann Abschied nehmen und ich mache ich auf den Weg zu einem Canon mit dem Namen Korouoma in der Nähe von Posio. Heute morgen ist es doch kälter als erwartet. Ich habe meine Schneehose und die ganz dicke Jacke bereits tief im rucksack verpackt, da für heute nur einstellige Minusgrade angesagt waren. Aber das Thermometer im Auto zeigt kalte -18°C an. Ich gehe vom Parkeingang etwas schneller los um mich ein bisschen warm zu laufen. Der Weg führt durch einen dichten Fichtenwald, dessen Bäume mit einer dicken Schneeschicht überzogen sind. An einigen Stellen stehen interessante Schilder mit Informationen zu Flora und Fauna und zu historischen Hintergründen. Ich gehe eine ganze Weile leicht bergab und dann sehe ich vor mir die Schlucht und den ersten Wasserfall auf der anderen Seite. In einem milchigen hellen blau fällt der gefrorene Wasserfall zwischen den Bäumen herunter ins Tal. Kunstvolle Formen aus Eis haben sich gebildet. Mein Weg führt nun hinter in die Schlucht und dann stehe ich plötzlich direkt vor dem Wasserfall. Ein ziemlich stiller Wasserfall in diesem Moment. Spitze Eiszapfen hängen von den Felsen herab. Und nur weniger Meter daneben präsentiert sich der nächste Wasserfall als gefrorenes Kunstwerk. Mein Weg führt im steten auf und ab durch das tief verschneite Tal zu weiteren Wasserfällen. Auch diese sind im Winter zu stillen Wassersäulen verstummt. Grandios wie diese Gebilde an den Felsen hängen. Nach etwa 2 Stunden erreiche ich wieder den Parkplatz. Weiter geht’s in Richtung Rovaniemi. Auf dem Weg mache ich noch eine dringende Kaffee-Pause. Rovaniemi ist bekannt als das Dorf des Weihnachtsmanns. Ich habe allerdings gehört, dass es in dem speziellen Weihnachtsmanndorf viel zu viele Souveniershops gibt. Diese Shops sollen heute nicht mein Ziel sein. Ich möchte das „Arktikum“ erkunden. Das Arktikum ist ein Museum zur Arktis. Hier wird über das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen in der Polarregion erzählt, aber auch von Bodenschätzen und Umweltverschmutzung. Natürlich ist auch der Klimawandel Thema in der Ausstellung. Im Arktikum geht es nicht nur um die Polaregion in Finnland, sondern um die komplette Arktis. Es gibt so unheimlich viele interessante Informationen. Die einzelnen Bereiche sind wirklich abwechslungsreich dargestellt. An einer Stelle ist das innere einer Holzhütte aufgebaut und durch das Fenster wird ein Video gezeigt, wie gerade ein Eisbär vor der Hütte herumstromert und durch das Fenster schaut. Das Video ist echt. Die Hütte nicht. Toll erklärt ist auch die Entstehung der Polarlichter und welche Mythen und Geschichten dich die Menschen über sie erzählten oder auch noch immer erzählen.
Nach dem Museumsbesuch geht’s dann weiter nach Kemi. Hier hatte ich mir den Mietwagen geliehen und diesen gebe ich heute bend zurück. Um 21:22 Uhr fährt mein Nachtzug nach Helsinki. Ich habe eine Zwei-Personen-Kabine nur für ein paar Minuten bis zur nächsten Station in Oulo für mich alleine. Die Kabine ist ziemlich modern und durchdacht ausgestattet: Waschbecken, Lochkarten als Schlüssel für die Kabinentür und für die Dusche auf dem Gang. Ja es gibt sogar Duschen in diesem Zug. Die Finnen werden allerdings ihre Sauna vermissen. Oder hab ich sie einfach noch nicht gefunden?
10.07.2016 Heute ist ausschlafen angesagt, denn unsere Wanderung startet erst um 8.30Uhr. Ich werde aber trotzdem von meinem Handy geweckt, denn das […]
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