Madagaskar Tag 6: Auf und ab durch die Savanne

Madagascar_0628-09194328.06.2016

Zum Frühstück gibt es Kuchen, Brot und frische Früchte. Wir hauen alle ziemlich rein,  denn wir haben etwa 25km zu laufen. Und die Sonne ist auch schon um 7Uhr ziemlich warm. Nur unsere Amerikanerin trinkt nur eine halbe Tasse Tee. Pünktlich um 7:30Uhr machen wir uns auf den Weg. Es geht auf und ab durch die hügelige Landschaft. In den schmalen Tälern sind kleine Wäldchen und es fließen kleine Bäche hindurch. Wir machen einen kurzen Stop in einem kleinen Dorf und sofort sind die Kinder bei uns: Time for a Fotoshooting! Die Kids wollen erst fotografiert werden und anschließend die Fotos auf der Kamera sehen.

Unsere Amerikanerin fällt immer wieder zurück. Sie hat auch den schwersten Tagesrucksack zu tragen. Ich hatte gestern ihren Rucksack kurz in der Hand und er wog mehr als mein ganzes Gepäck zusammen. Dafür, dass sie von so vielen Reisen erzählt,  hat sie scheinbar noch keine Erfahrung was man bei einer Wanderung alles benötigt: Wasser, etwas Essen und vielleicht eine Jacke, die heute aber überflüssig ist. Und natürlich ein paar Ersatzakkus für meine Kamera. Nach einiger Zeit übernimmt unser Guide Fuarisco Claudia’s Rucksack und gibt ihr seinen eigenen leichten Rucksack. Nun hat sie weniger zu tragen, aber fällt trotzdem wieder zurück. Kat, unser Kiwi-Girl aus Neuseeland erzählt,  dass sie es selbst „hasst“ zu frühstücken, aber vor einem Tag wie diesem ist das einfach ein Muss. Am Vormittag stolpert Claudia auf gerader Strecke und schürft sich das Knie auf. Und auch bei unserem nächsten kurzen Halt bei dem es Kekse, Nüsse und Chips gibt, isst Claudia nichts. Ohne Energie geht es aber nicht vorwärts.

Wir treffen immer wieder freundliche und neugierige Menschen auf dem Pfad, die ihre Waren von einem Dorf ins andere tragen. Nach dem Mittagessen, übrigens ein sehr leckerer Nudelsalat mit Thunfisch, sehen wir in der Ferne in einem weiten Tal gelegen den Manambulo. Auf diesem Fluss soll morgen unsere mehrtägige Kanutour starten. Etwa eine Stunde nach dem Mittagessen geht es nur noch in steilen Stufen bergab. Aber die Aussicht auf das Tal und den Fluß entschädigt bestens dafür. Der Weg ist steil und an einigen Stellen sehr rutschig wegen dem Sand und dem Geröll.  Claudia stürzt das zweite mal. Den restlichen Weg bergab gehe ich direkt vor ihr und zeige ihr an schwierigen Stellen wohin sie welchen Fuß setzen muss. Vielleicht war sie ja bisher nur in der Stadt wandern? Aber nach einem kleinen Wasserfall wird der Weg wieder besser und bald haben wir auch unseren Zeltplatz erreicht.  Er liegt unter Bäumen neben einem kleinen Rinnsal in dem wir uns erstmal den Staub des Tages von unseren müden Körpern waschen können.

Zum Abendessen gibt es Spaghetti mit einer Bolognese aus Zebu-Fleisch.