Madagaskar Tag 19: „Salam Waza“



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War das eine Nacht. Es war ziemlich kalt. Vielleicht lag es aber auch daran, daß ich gestern Abend den Rum weggelassen habe, den wir während des Campings vor dem Abendessen serviert bekommen. Meine dünne Matratze habe ich noch einmal mit Kleidung und meiner Daunenjacke verstärkt. Es dauerte ganz schön lang bis es wärmer wurde in meinem Schlafsack. Auch war ich immer wieder wach in der letzten Nacht. Leider schmerzt meine Wade noch immer. Da werde ich wohl am nächsten Tag mal etwas kürzer treten müssen.

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von unseren Trägern und unserem Guide aus dem Dorf in einer tollen Kulisse aus steilen Gipfeln, die von kleinen Wolken umgeben sind.

Auf dem Weg nach Ambalavao begegnen wir hunderten von Fußgängern auf dem Weg zum Markt der hier in einem Dorf jeden Montag stattfindet. Die Menschen marschieren dazu bereits um 5.00Uhr morgens los um vor dem Mittag den Markt zu erreichen. Und Abends wieder zurück. Wir werden von den Menschen immer wieder freundlich gegrüßt mit dem Wort „Salam“ oder „Salam Waza“.

Waza ist eigentlich ein Baum, der hier auf Madagaskar wächst und dessen Rinde sich von selbst abschält. Genauso wie sich die rot verbrannte Haut der Weißen abschält. Das ist auch ein wundervoller Vergleich 🙂
Nach dem Essen fahren wir durch eine Gegend mit mehr Grasland und weniger Reisterrassen über Serpentinen durch kurvige Täler. Dann geht es ein kurzes Stück steil bergauf und schon sind wir auf einer Hochebene: keine Bäume! Nur Grasland soweit das Auge reicht. Grasland bis zum Horizont.

Gegen 16.30 erreichen wir dann den Park Isalo bzw. den Ort Ranohira direkt am Rand des Parks. Meiner Wade geht es wieder besser. Mal schauen wie sie sich morgen anfühlt. Ein kleiner Rundgang durch das Dorf verläuft ganz gut. Hier gibt es sogar T-Shirt-Shops und Postkarten. Schade, dass ich nicht an meine Adressen herankomme, da diese ja auf meinem Smartphone gespeichert sind.

Vor dem Abendessen gibt es endlich wieder nach dem Camping-Nächten eine Dusche. Und zum Abendessen natürlich ein Zebu-Steak. Ich muss nach dem Madagaskar-Trip unbedingt auf Diät. Jeden Tag mindestens einmal, meistens aber zweimal Zebu-Steak und Pommes geht ganz schön auf die Hüfte.