26. Januar 2020
Nach dem Frühstück im Hostel mache ich einen kurzen Spaziergang durch einen Park in der Nähe. Auf der anderen Seite des Parks liegt das Schloss Rosenborg. Eigentlich ist es nur ein Schlösschen, aber dieses Renaissance-Schloss war bis zum Ende des 17. Jahrhunderts der Regierungssitz der dänischen Könige. Und auch heute sind hier im Keller in den Schatzkammern die königlichen Insignien verwahrt: Krone, Zepter, Reichsapfel und noch eine Menge anderes Zeug aus Gold und Edelsteinen. Die Krone ist wirklich faszinierend mit ihren vielen kleinen aber wichtigen Details. Als ich die Aufsicht in diesem Raum frage, welche Seite denn bei der Krone die Vorderseite ist, muss sie erst einmal passen. Aber sie holt ein Buch und schaut mit mir gemeinsam die Beschreibung der Krone durch. Faszinierende Stücke gibt es hier zu sehen Pelikane, eine Mutter säugt ihre Kinder und noch so vieles anderes.
Aber auch die einzelnen Räume dieses Schlosses sind interessant. Die Räume sind nicht sehr groß, aber trotzdem sehr prachtvoll. Wunderschön ist auch ein goldenes Schachspiel, welches einfach mal von einem der Könige um weitere Soldaten, Türme und Reiter zu einer kleinen Armee erweitert wurde. Ein tolles Fotomotiv.
Die Radwege in Kopenhagen sind ein Traum! Die Wege belegen einen ganzen Fahrstreifen und sind durch einen kleinen Bordstein von den Autos und den Fußgängern getrennt. Das kann so einfach sein.
Einen kurzen Stop mache ich bei einer Kirche mit einem runden Turm. Hier führt keine Treppe zur Turmspitze, sondern ein Weg führt steil ansteigend in einer Spirale nach oben. Die Aussicht ist allerdings heute etwas grau. Aber dafür trocken.
Zeit für eine Mittagspause. Ich brauche allerdings eine ganze Zeit, bis ich etwas passendes gefunden habe. Die Restaurants in Kopenhagen sind nicht gerade billig. Am Ende entscheide ich mich für ein üppig belegtes Brot für etwa 10€.
Nach dem Mittagessen gehe ich zu dem nicht weit entfernten Schloss Christiansborg. Dieses Schloss ist der offizielle Sitz der Königin und des Parlaments. Die Königin und ihre Familie wohnt allerdings in einem anderen Schloss in Kopenhagen: Amalienborg. Schloss Christiansborg ist erst 1920 fertig gestellt worden. An diesen Ort stehen zwar seit Jahrhunderten die Schlösser und Burgen der dänischen Könige, aber diese sind schon oft abgebrannt. In diesem Schloss empfängt die Königin Staatsbesuche und lädt zu Banketten ein. Die Architektur ist eine gelungene Mischung aus einem alten Schloss und modernen Elementen. Im Rittersaal hängen zum Beispiel moderne Wandteppiche, welche die Geschichte Dänemarks zeigen. Von weitem sehen die Wände wie aus der Renaissance oder dem Barock aus, und erst wenn man sich den Inhalt der Teppiche genauer betrachtet sieht man die moderne Gestaltung. Ich entdecke Wikinger genauso wie Bismarck, Stalin und Einstein. Ja sogar Karl Marx ist auf einem Teppich zu sehen.
Nach einem sehr leckeren Kaffee besuche ich den Freistaat Christiansstadt. In diesem Gebiet haben sich meist linke Gruppen eine Art eigenen Staat geschaffen. Hier gibt es jede Menge Graffiti, große und kleine Kunstwerke und an jeder Ecke und auch zwischen den Ecken riecht es nach Marihuana. Fotografieren ist nicht erlaubt. Die Drogendealer mögen wohl keine Fotos.
Nicht weit entfernt von Christiana gibt es auch noch eine Kirche mit einem speziellen Turm. Auf halbem Weg nach oben führt die Treppe außen an Gebäude entlang. Ich hab gelesen, dass es schon ein wenig Schwindelfreiheit erfordert dort hinauf zu gehen. Leider ist der Turm im Winter geschlossen. Schade. Ich schlendere anschließend noch an einem Kanal entlang und entdecke eine Eisbahn inkl Streetfood Restaurants, sehr interessante Brücken für Fußgänger und Radfahrer, die sich mitten über dem Kanal in drei Teile teilen und an verschiedene Ufer führen. Als die Sonne fast untergegangen ist komme ich am Nyhavn vorbei. Viele Restaurants und Cafés liegen an diesem Stichkanal. Die Häuser sind bunt und manchmal auch etwa
04.07.2017 George Town auf der Insel Penang im Norden Malaysias. Zum Frühstück genieße ich eine leckere Nudelsuppe direkt vor der Haustür. Anschließend […]