Abenteuer China: Huang Shan 黄山 im Nebel

Huang Shan - Die Gelben Berge im Nebel

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14.05.2015
3.20Uhr. Der Wecker klingelt. Ich habe ziemlich beschissen geschlafen. Das Bett ist hart und der Wind hat ständig an den Fenstern geruckelt. Aber wir wollen ja den Sonnenaufgang fotografieren und müssen dazu noch ein paar Meter laufen. Aber leider ist es absolut nebelig und die Sichtweite beträgt nur ein paar Meter. Trotz des dichten Nebels machen wir uns auf den Weg. An unserem Ziel wartet bereits ein Fotograf und nach einiger Zeit werden wir auch noch mehr Frühaufsteher. Aber die Sonne will heute einfach nur benebelt sein. Und so machen wir uns um 5.30Uhr wieder auf den Rückweg zum Hotel.

Nach einem Frühstück und einem leckeren Kaffee machen wir uns um 8.30 auf den Rückweg ins Tal. Dazu müssen wir aber erstmal über einige der höchsten Gipfel steigen: 1730m und 1890m. Die Sicht liegt immer noch bei weniger als 10m. Aber eine chinesische Reisegruppe hat trotzdem uns drei „Lang-Nasen“ aus Europa entdeckt und so machen wir noch zwischendurch ein Massen-Foto-Shooting mit allen gemeinam. Die Chinesen sind sowieso ziemlich fotoverrückt. Sie rennen bei Nebel auf einen Berggipfel und machen Selfies (Selbstporträts) mit dem weißen Nebel im Hintergrund. Das ist typisch chinesisch: es muss halt nicht perfekt sein.  Apropos nicht perfekt: Wir haben auf dem Berg gerade im Nebel einige Schwierigkeiten uns zu orientieren. An vielen Kreuzungen stehen Wegweiser mit Beschriftungen in chinesisch und englisch, aber wir haben nur Karten des Geländes in chinesisch und selbst auf den chinesischen Karten aus der Hotelrezeption im Tal, aus der Rezeption auf dem Berg und der Karte auf der Eintrittskarte sind unterschiedliche schematische Karten mit unterschiedlichen chinesischen Schriftzeichen abgebildet. Ja sogar, wenn wir Chinesen nach dem Weg fragen und unsere Karten zeigen, sind diese scheinbar nicht verständlich. Aber nach unten finden wir trotzdem, auch wenn wir uns ein paar mal verlaufen und einige steile Treppenaufstiege zuviel mitgenommen haben.

Aber da der Nebel noch immer nicht verschwunden ist und weiter unten sogar in nebligen Regen wechselt, sehen wir von der wundervollen Kulisse des Huangshan leider nichts. Die Nebeldecke reißt erst wenige Meter oberhalb der Talstation auf. Und wir sind mehr als 1500m auf steilen engen Treppenstufen abgestiegen. Unsere Beine brennen. Für den Rest des Tages steht ausruhen auf dem Programm.