Abenteuer China: Auf der Mauer auf der Lauer…萬里長城 



Die Große Mauer  萬里長城 

02.05.2015
Aufstehen ist heute um 5:30Uhr. Das ist im Gegensatz zu gestern ja schon fast ausschlafen 🙂 Aber um 6:20Uhr sollen wir abgeholt werden zu unsere Tour zur Great Wall, der Großen Mauer (萬里長城 ). Da wir aber erst um 7Uhr abgeholt werden, haben wir noch Zeit den Trubel auf der Strasse vor unserem Hotel zu beobachten. Und kommen mit einem Philippino ins Gespräch der gerade von einer Jogging-Runde zurückkehrt. Auch ein Chinese kommt mit uns ins Gespräch. Eigentlich ist es eher ein Wörter austauschen und mit Händen und Füßen gestikulieren. Aber er war auch einmal in Berlin und in Hamburg. Die Menschen sind sehr sehr offen und man wird gerne einfach mal offen auf der Strasse angesprochen. Ein Freundliches Volk!

Wir fahren mit einem kleinen Bus aus Beijing heraus in den Norden. Es gibt viel Grün um uns herum, aber man kann trotzdem erkennen, dass der Boden sehr sandig ist. Die chinesische Regierung forstet die Umgebung von Beijing mit großem Einsatz auf, um die Wüste wieder zurückzutreiben.

Kurz vor unserem Ziel werden die Straßen immer voller und wir müssen den letzten Kilometer zum Startpunkt unseres Mauerweges zu Fuß laufen. Einlaufen sozusagen. Der Start in Jinshanling ist ziemlich voll mit Touristen. Die meisten sind allerdings aus China.

Es ist ziemlich heiß, als wir am späten Vormittag zur Mauer hinaufsteigen. Oben angekommen erwarten uns bereits die ersten wundervollen Aussichten die die etwa 5m breite Mauer und auch von der Mauer. Die Mauer zieht sich quer über die Bergrücken entlang. Soweit das Auge reicht. Und noch viel weiter! Die gesamte chinesische Mauer erstreckt sich über eine Länge von mehr als 21000km. Es stimmt übrigens nicht, dass man die Mauer aus dem Weltall mit bloßem Auge erkennen kann.

Die Mauer ist keine einfache ebene Mauer, sondern passt ihre Höhe dem Verlauf der Berggipfel an. So ist sie auch an vielen Stellen enorm Steil und besteht teilweise nur aus steilen Treppen. Aber die Aussicht ist wundervoll. Die Mauer ist an vielen Stellen bereits restauriert, aber an einigen Stellen etwas verfallen. Auch einige Wachtürme sind nur noch Ruinen. Die Massen an Menschen, auf die wir am Eingang trafen verlaufen sich Gott sei Dank auf der Länge der Mauer wieder.

Auf dem Rückweg stehen wir in Peking fast zwei Stunden im Stau und kommen nur schleppend voran. Zwei deutsche Mitreisende sind davon ziemlich genervt und wollen dann doch lieber mit der Bahn abkürzen und steigen an einem Bahnhof aus. Die Beiden hatten schon den ganzen Tag immer etwas zu meckern gehabt. Und siehe da: Kaum sind die Beiden aus dem Bus ausgestiegen geht es viel viel schneller vorwärts :).