25.01.2020
Es geht mal wieder los. Aber diese Tour wird etwas anders als gewohnt. Dieses mal bleibt der Flieger am Boden und ich reise mit der Bahn, Mietwagen, Bus und Schiff. Ich habe mir im Dezember ein Interrail-Ticket im Angebot gekauft und meine Reise geplant. Meine Ziele für die nächsten drei Wochen sind Kopenhagen, Stockholm, die Lofoten nördlich des Polarkreises, das finnische Lappland, Helsinki und Tallinn in Estland. Ein Wintermärchen soll es werden und ich hoffe, dass ich weit im Norden Europas Polarlichter sehen und fotografieren kann.
Gestartet bin ich heute morgen nach einem kurzen Besuch in meiner Heimat Gelldorf. Vom Bahnhof in Minden, Abfahrt um kurz vor 10Uhr am Morgen, geht es über Hannover und Hamburg nach Kopenhagen.
In Hamburg habe ich etwa eine Stunde Aufenthalt. Zeit für einen großen Kaffee. Leider geht es nicht pünktlich mit der dänischen Bahn los in Richtung Kopenhagen. Mit 40 Minuten Verspätung rollt der Zug dann endlich los. Eine Durchsage im Zug klärt uns über die Verzögerung auf: die dänischen Züge sind „irgendwie“ über Funk miteinander verbunden und das klappte nicht immer. Aber wenn man die Waggons in einer andern Reihenfolge miteinander verkuppelt, dann klappt es auch mit der Funkverbindung. Dänische Logik?
Die Sitzplätze sind allerdings ziemlich angenehm. Diese Breite gibt es in Deutschland in der ersten Klasse. Der Zugführer tritt auch ganz schön aus das Gaspedal. Etwa eine Stunde vor unserem Ziel hat er die Verspätung von über 40 Minuten bis auf 10 Minuten verkürzt. Dafür versagt der Zug jetzt komplett. Also aussteigen und den nächsten Zug zu Weiterfahrt nehmen lautet die Ansage. Mit dem Regionalzug erreiche ich dann etwa 1,5 Stunden später als geplant Kopenhagen. Na das geht ja gut los. Und scheinbar habe ich mir auf den letzten Metern in Deutschland noch eine Erkältung eingefangen. Die Nase läuft einen Marathon.
Am Bahnhof in Kopenhagen besorge ich mir noch ein schnelles Abendessen bevor ich mich auf den Fußweg zum Hostel mache.