Abenteuer China: Bei den Shaolin-Mönchen 少林

Shaolin

08.09.2015
Eigentlich wollten wir mit anderen Reisenden gemeinsam zum Shaolin-Kloster fahren. Das fällt leider ins Wasser, da nicht genügend Teilnehmer zusammen gekommen sind. Also machen wir uns alleine auf den Weg und fahren als erstes mit dem Taxi zum Fernbusbahnhof, denn von dort fährt ein Linienbus direkt am Kloster der Shaolin-Mönche vorbei. Am Bahnhof werden wir natürlich direkt von den Schwarzfahrern angesprochen, die uns Exklusiv zum Kloster bringen wollen. Zum Spezialpreis natürlich: 100,-Yuan pro Person. Wir nehmen trotzdem den Bus und bezahlen 19,50Yuan pro Person 🙂

Nach 2 Stunden Fahrt durch die flache Ebene vorbei an unzähligen Feldern und später einigen Kohlegruben, geht es die letzten Meter steil bergauf in die Berge und dann stehen wir auch schon vor dem Kloster. Unser Busfahrer erzählt uns, dass er um kurz nach 15Uhr wieder vorbeikommt. Dann könnten wir wieder bei ihm mitfahren.

Der Eingang zum Shaolin-Kloster erinnert weniger an eine religiöse Stätte als an einen Freizeitpark. Überall neu errichtete Gebäude mit Souvenir-Shops und Restaurants. Direkt hinter dem Eingang ist eine riesige Trainingsfläche auf der hunderte von „Mönchen“ in Trainingsanzügen trainieren. Es gibt Schwertkämpfer, Boxer, Karate-Kämpfer und noch viel mehr. Weiter hinten müssen die Jungs mit Wasserschüsseln über den Platz rennen und dürfen dabei nichts verschütten.

Kurz danach schauen wir uns eine Shaolin-Kampf-Show in einem neu erbauten „Tempel“ an. Die Vorführung ist wirklich exzellent! Und nach dem Ende der Show wird man wieder einmal durch Unmengen von Souvenir-Ständen geschleust. Aber dann erreichen wir auch den richtigen historischen Shaolin-Tempel. Das Bauwerk ist wunderschön gelegen und in mehrere hintereinanderliegende Höfe aufgeteilt. Viele Gläubige Buddhisten zünden Räucherstäbchen an und Beten vor den Buddha-Statuen. Und die Mönche verkaufen billige Schlüsselanhänger und Gebetsmühlen aus Plastik. Die nächste Attraktion im Shaolin-Freizeitpark ist ein Steelenwald aus kleinen Pagoden. Die kleinen Türmchen sehen toll aus in dem Sonnenlicht. Wir haben dann auch ausreichend viel gesehen und machen uns wieder auf den Rückweg.

Am Hotel genießen wir den warmen Abend vor dem kleinen Restaurant vor unserem Hotel und trinken Eistee. Und wieder einmal „müssen“ wir für Fotos „herhalten“ wie schon so oft während unserer Zeit in diesem Land. Die Chinesen stehen einfach auf Fotos mit Ausländern. Das gleiche habe ich auch vor einigen Monaten in Myanmar erlebt. Und auch hier werden ganze Familien-Fotos mit uns gemacht.